that’s the only way i can come

by nora turato

05.12.202024.01.2021

Nora Turato erkundet bei ihrer künstlerischen Suche die Kraft und Vielseitigkeit der Sprache und der Kommunikationssysteme. Durch die Dekodierung, extrapoliert die Künstlerin Texte und Worte aus unserer medialisierten und hyperinformierten gesellschaftlichen Lebenswelt, und schafft auf diese Weise ein persönliches, als Pool bezeichnetes Inventar. Ein im Werden begriffenes Register und gleichzeitig der Quell, aus dem die Künstlerin für ihre Werke schöpft: Sprech-Performances, Installationen und Graffitis, bei denen sie die Texte in ein neues, eindrucksvolles Narrativ verwandelt.

Anlässlich der Ausstellung im MASI konzipiert Nora Turato eine Installation aus einer Reihe ausgewählter Zitate, die teilweise mit der Unterstützung von Andrea di Serego Alighieri auf Italienisch geschrieben wurden und über einen Grossbildschirm über die Fensterfront im ersten Stockwerk des Museums projektiert werden. Das nur von aussen sichtbare Werk und die dazugehörenden Plakate, die in der Stadt Lugano zu sehen sind, stehen für eine neue Art der Kommunikation mit dem Betrachter, und trägt auf innovative und sensible Weise den Restriktionen im Zuge des Covid-19-Notstands Rechnung.

  • MASI LAC

  • Piazza Bernardino Luini 6, 6900 Lugano

Biografie

Nora Turato, 1991 in Zagreb, Kroatien, geboren, lebt und arbeitet in Amsterdam. Sie hat an der Gerrit Rietvield Academie und der Rijksakademie in Amsterdam sowie an der Werkplaats Typografie in Arnheim in den Niederlanden studiert. Ihre Werke und Performances waren und sind in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen, so etwa in der für 2021 im Studio Now, MoMa, New York geplanten Ausstellung und in diesen jüngsten Einzelausstellungen: in Paris im Rahmen des Festivals MOVE2020, Centre Pompidou (2020); im MGK Walls, Museum für Gegenwartskunst, Siegen (2020); sowie im Kunstmuseum Liechtenstein, Vaduz (2019). Zu den Gruppenausstellungen zählen unter anderem jene im MACRO, Rom (2020); im Institute of Contemporary Arts, London (2019); im Luma Westbau, Zürich (2019); bei der Manifesta 12, Palermo (2018); sowie im Museu de Arte Contemporânea de Serralves, Porto (2018).