• MASI LAC

  • Piazza Bernardino Luini 6, 6900 Lugano
  • Das Gespräch wird auf Deutsch stattfinden.

     

    Anmeldung erforderlich

Im Rahmen der Ausstellung “Albert Oehlen – grosse Bilder von mir mit kleinen Bildern von anderen“, lädt das MASI Lugano der Künstler Albert Oehlen im Gespräch mit dem Direktor des MASI Tobia Bezzola und der Kuratorin Francesca Benini ein.

Albert Oehlen ist einer der einflussreichsten zeitgenössischen Maler der internationalen Kunstszene. Seit den 1980er-Jahren erforscht er die Möglichkeiten der Malerei, wobei er mit einem Stil und einer Technik, die sich ständig weiterentwickeln, seine Sujets, Methoden und Mittel immer wieder in Frage stellt.

1954 in Krefeld, Deutschland, geboren, studiert Albert Oehlen an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg und erwirbt sich rasch eine prominente Position in den Kunstszenen von Berlin und Köln. Zusammen mit Martin Kippenberger und Werner Büttner gilt er als Künstler der sogenannten Jungen Wilden. In diesen Jahren lehnt er den künstlerischen Status quo ab und schafft Werke, mit denen er sich den Kategorisierungen der Kunst entgegensetzt. Dabei dekonstruiert er die Malerei bis auf ihre wesentlichen Elemente – Farbe, Geste, Bewegung und Zeit – und entwickelt die eigene Forschung durch Vorgaben und Regeln, die er seinem künstlerischen Prozess auferlegt.

Diese Arbeitsweise, mit der Oehlen noch heute die Möglichkeiten und Grenzen der Malerei auslotet, hat im Laufe der Jahre zu überraschenden Werkserien geführt, die Abstraktion, Figuration und verschiedene Stile und Techniken miteinander verbinden. Seit den Jahren der bad paintings hat Oehlen, neben vielen Regeln, die er sich selbst auferlegt, auch hässliche und plumpe Elemente – beunruhigende Gesten, in grober Art dargestellte Figuren, künstliche Farbkleckse, kühne und sich beissende Farbtöne – in sein Werk aufgenommen und dabei das System der Malerei immer wieder unter Druck gesetzt und mit unzähligen Kombinationen und Manipulationen auch dem Publikum neue Formen der Wahrnehmung aufgezeigt.

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