Hans Josephsohn

19.09.202021.02.2021

Kuratiert von Ulrich Meinherz und Lukas Furrer








Hans Josephsohn im Kesselhaus, ca. 2006, Foto Katalin Deér, Kesselhaus Josephsohn

Die in Zusammenarbeit mit dem Kesselhaus Josephsohn in St. Gallen organisierte Ausstellung ist eine Hommage an Hans Josephsohn, einen der wichtigsten Bildhauer der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Schau anlässlich seines 100. Geburtstags zeigt eine Auswahl von zwischen 1950 und 2006 entstandenen Skulpturen aus Messing, erhebt jedoch nicht den Anspruch, eine umfassende Retrospektive des gesamten Oeuvres des Bildhauers zu sein. Die im MASI ausgestellten Werke zeigen klar die zentrale Stellung der menschlichen Figur in Josephsohns künstlerischem Schaffen und liefern Beispiele für alle Grundformen, in die der Künstler selbst sein Werk eingeteilt hat: stehende, sitzende, liegende Figuren, Halbfiguren und Reliefs. Obwohl reale, hauptsächlich weibliche Modelle aus seinem Freundes- und Verwandtenkreis den Ausgangspunkt für die Skulpturen bilden, verzichtet Josephsohn in seinem Werk auf eine illusionistische Ausführung, zugunsten von Unmittelbarkeit und Lebendigkeit. Er betont anatomische Elemente und lässt verschiedene Blickwinkel einfliessen, wodurch die Identifizierung einer Frontalansicht der Skulptur erschwert wird. Die vom Kesselhaus Josephsohn in St. Gallen konzipierte Ausstellung präsentiert sich bewusst provisorisch und unfertig, was gut zu der den Skulpturen eigenen Unmittelbarkeit passt.

Bis zum 15.11.2020 präsentiert das Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen die Ausstellung «Hans Josephsohn – Schauen ist das Wichtigste»
www.allerheiligen.ch

  • MASI LAC

  • Piazza Bernardino Luini 6, 6900 Lugano
  • Di-Mi-Fr: 10 – 17 Uhr
    Do: 10 – 20 Uhr
    Sa-So-Feiertage: 10 – 18 Uhr
    Montag geschlossen
  • Pressekonferenz
    Freitag, 18. September 2020
    10.30 Uhr

  • Erwachsene: SFr. 15.-/Reduziert: SFr. 12.-
    Detail

Biografie

Hans Josephsohn wird 1920 in Königsberg im damaligen Ostpreussen geboren. Seine jüdische Herkunft erlaubt es ihm nicht, eine künstlerische Ausbildung zu absolvieren, doch dank eines Stipendiums besucht er ab 1938 die Accademia di Belle Arti in Florenz. Die Rassengesetze zwingen ihn kurze Zeit später, sich in die Schweiz zurückzuziehen, wo er seine Studien weiter vorantreibt und eine Laufbahn als Bildhauer beginnt. Seit Mitte der 1950er Jahre werden seine Werke in Einzelausstellungen in der Schweiz gezeigt, aber erst ab Ende der 1990er Jahre erfährt seine Arbeit weltweit wachsende Anerkennung seitens des Publikums und der Kunstkritik. Dauerhaft ausgestellte Werke von Hans Josephsohn finden sich in dem 1992 eingeweihten Museum La Congiunta in Giornico und in dem 2003 eröffneten Kesselhaus Josephsohn in St. Gallen.

Agenda

  • Do 29.10
    18:00
    MASI LAC
  • Director’s Tour
    Hans Josephsohn
  • Do 26.11
    18:00
    MASI LAC
  • Director’s Tour
    Hans Josephsohn