Alexej von Jawlensky in Ascona
„… die drei interessantesten Jahre meines Lebens …“

23.0401.08.2023

Alexej von Jawlensky, Mytischer Kopf: Mädchenkopf (halbseitlich), um 1918, Öl auf Bleistift auf papierbeschichtetem Karton, Kunstmuseum Basel- Stiftung Im Obersteg, Depositum im Kunstmuseum Basel. Foto: Martin P. Bühler

Kuratiert von Cristina Sonderegger

Die Ausstellung zeichnet die Jahre nach, die der russische Künstler Alexej von Jawlensky (1864-1941) im Tessin verbrachte. Jawlensky war Mitbegründer der Neuen Künstlervereinigung München und Mitglied des Blauen Reiters. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 verliess er Deutschalnd fluchtartig. Nachdem er sich zunächst in Saint-Prex niedergelassen hatte, kam er nach Ascona, wo er mit Künstlern wie Ferdinand Hodler und Cuno Amiet zusammentraf. In Zürich verkehrte er mit den Vertretern der Dada-Bewegung. Doch die Zeit in der Tessiner Kleinstadt zwischen 1918 und 1921 sollte für Jawlenskys künstlerische Entwicklung entscheidend bleiben. Inmitten der bereits mediterranen Landschaft und des entsprechenden Lichts schuf der Künstler hier seine letzten Landschaftsbilder, bevor er sich dann fast ausschliesslich der Darstellung des menschlichen Gesichts bzw. des Christus in mystischen Tonalitäten zuwandte. An den Ufern des Verbano konsolidiert sich seine persönliche Bildsprache, in der sich die leuchtenden Farben und markanten Linien des Expressionismus mit den vereinfachten Formen und chromatischen Transparenzen der Abstraktion verbinden.

  • Standort LAC

  • Piazza Bernardino Luini 6, 6900 Lugano
  • Di / Mi / Fr: 11 – 18 Uhr
    Do: 11 – 20 Uhr
    Sa / So / Feiertage: 10 – 18 Uhr
    Mo: geschlossen