Gabriela Maria Müller. Anima naturae

Bally Artist of the Year Award 2019

25.0901.11.2020

www.fondazionebally.ch

Gabriela Maria Müller, Cœurs sacrés (Heilige Herzen), 2018-2019, Ulmensamen, Voile, Eisen und Holzrahmen, 260 x 260 cm

Gabriela Maria Müller ist die Gewinnerin der zwölften Ausgabe des „Bally Artist of the Year Award 2019“. Sie wurde aufgrund der hohen Qualität des von ihr eingereichten Werkes und dessen Einhaltung des vorgegebenen Themas „Über die Natur der Welt“ von der Stiftungausgewählt. Das Werk mit dem Titel Cœurs sacrés lädt zum Nachdenken über die Unaufhaltsamkeit der Veränderungen ein. Zwischen 2018 und 2019 angefertigt, hat das Werk die Form einer grossen Spirale bestehend aus Tausenden von getrockneten Samen einer einzigen Ulme und eingehüllt in einen auf einen Holzrahmen aufgespannten Voile, der sich wiederum in einer quadratischen Metallstruktur befindet.

Vom 24. September bis zum 1. November 2020 wird das prämierte Werk Cœurs Sacrés im ersten Stockwerk des Hauptsitzes im Palazzo Reali ausgestellt, im Dialog mit einer Auswahl von Arbeiten aus den Jahren 2007 bis 2020. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht die Natur, welche in ihrer Einzigartigkeit erforscht wird. Die Werke, die in einer kontemplativen und manuellen Arbeit gefertigt wurden, werden in Beziehung zueinander gezeigt und ermöglichen die Wahrnehmung der Vibrationen der Seelenzustände der Künstlerin und der Abschnitten ihres inneren Weges, welchen eng mit der Heiligkeit der Natur verbunden sind.

Die Ausstellung ist ein erstes bedeutsames Ergebnis des mehrjährigen Kooperationsabkommens, welches 2019 zwischen dem MASI Lugano und der Bally-Stiftung für Kultur unterzeichnet wurde.

  • MASI Palazzo Reali

  • via Canova 10, 6900 Lugano
  • Di-Mi-Fr: 10 – 17 Uhr
    Do: 10 – 20 Uhr
    Sa-So-Feiertage: 10 – 18 Uhr
    Montag geschlossen
  • Erwachsene: SFr. 8.-/Reduziert: SFr. 6.-
    Detail

Biografie

Geboren 1963 in Teufen (Kanton Appenzell) und Wahltessinerin, ist Gabriela Maria Müller im Wesentlichen Autodidaktin. Sie hat einige Kurse an der Schule für Angewandte Kunst in Sankt Gallen besucht und dank der nachfolgenden Ausbildung in Ergotherapie konnte sie ihre Kenntnisse verschiedener künstlerischer und kunsthandwerklicher Techniken vertiefen. Ihr künstlerisches Werk beinhaltet Malerei, Bildhauerei, Objektkunst, Textilkunst, Installationen und Video. Ihre Arbeiten sind Teil öffentlicher Sammlungen, wie jener des Kantons Tessin sowie von Privatsammlungen. Unter ihren jüngeren Ausstellungen sind jene von Paris und Venedig im 2017 sowie die im 2016 im Museo Villa Pia (Erich Lindenberg Kunststiftung) in Porza, und die Ausstellung 2019 im Museo Vincenzo Vela in Ligornetto von besonderer Bedeutung. In ihrer engen und sensiblen Beziehung zur Natur, die sich im bäuerlichen Umfeld der Familie entwickelt hat, findet die Künstlerin eine unerschöpfliche Inspirationsquelle, die sich in jedem ihrer Werke widerspiegelt: Ihre künstlerische Vorgehensweise entwickelt sich über eine sorgfältige Verarbeitung natürlicher Elemente (wie Samen, Blätter, Löwenzahn, Pollen und Erde), welche neue und raffinierte Formen zum Leben erweckt, im harmonischen Gleichgewicht und in Beziehung mit der Struktur, in der sie entstehen.